Skitour Nordland

Gruppenreisen Schweden

Seit Jahrhunderten gleiten die Skandinavier auf Skiern durch ihre weiten Winterlandschaften. Sie nennen es Fjellski fahren. Fjellski fahren heißt: Intensiver Kontakt zur Natur mit hohem Erlebnisfaktor. Wir tun es ihnen gleich und skiwandern durch das unverspurte Gelände der faszinierenden norwegischen und schwedischen Gebirgslandschaft, von Hütte zu Hütte, von Stugudalen bis nach Ramundberget. Das ist abwechslungsreich und abenteuerlich. Und es macht Spaß. Mit etwas Glück sehen wir in dunklen Nächten die Polarlichter funkeln.

Fjellski

„Fjell (Fjäll)“ bezeichnet in Skandinavien das Land über der Baumgrenze. Dort wachsen also wenig Bäume, dafür bietet die Winterlandschaft mit Gletschern, gefrorenen Seen und verschneiten Gipfeln alles, was das Skiwandererherz höher schlagen lässt. Fjellskier sind Allrounder und in heimischen Gefilden eher bekannt unter der Bezeichnung Touren- oder Backcountry-Ski. Sie sind ideal für die Bewältigung verschiedener, verschneiter Geländeformen abseits vorgefertigter Loipen.

Detailprogramm

Freitag
Anreise ab Hamburg am Abend mit dem Reisebus.

Samstag
Ankunft in Idre. Nach dem Frühstück besprechen wir den Wochenablauf und machen den Ausrüstungs-Check. Auf einer Tagestour gewöhnen wir uns an den Winter.

Sonntag
Am frühen Sonntagmorgen erhalten wir einen Kleinbus-Transfer nach Stugudalen in Norwegen. Wir schnallen die Skier an und laufen leicht bergauf, südlich vom See Nesjoen, in Richtung Grenze. Unser erstes Ziel ist die Nedalshytta, die wir nach 17 km und einer schönen Abfahrt mit einem kurzen Gegenanstieg erreichen. Die DNT-Hütte liegt an einem kleinen Birkenwäldchen, mit tollem Ausblick über das Nedalen und den Nesjø-Stausee.

Montag
Das Motto lautet - auf nach Schweden. Nach einem ausgiebigen Frühstück heißt es immer gen Osten in Richtung Sverige. Der höchste Punkt unserer heutigen Etappe liegt auf 1361 Meter über dem Meeresspiegel. Im Osten erstreckt sich mit 1762 Meter Höhe der Storsylen, der höchste Gipfel in der Provinz Jämtland. Eine atemberaubende Landschaft und eine faszinierende Abfahrt erwarten uns zum Ende des Tages. Nach ca. 17 km erreichen wir das Tagesziel, die STF Sylarna Fjällstation, benannt nach dem Gebirge an der norwegisch-schwedischen Grenze. In der im März 2018 komplett renovierten Fjällstation darf man sich auf eine Sauna freuen.

Dienstag

Seit Ende des 19. Jahrhunderts zieht das wilde Jämtland mit seinen dramatischen Gebirgszügen und hügeligen Wasserlandschaften Wanderer, Kletterer und Skifahrer an. Auch Bären, Moschusochsen und Elche fühlen sich hier wohl. Das Sylarna-Gebirge ist vom Tourismus noch weitgehend unberührt. Zur STF Gåsen Fjällstuga laufen wir ca. 17 km. Die Gegend: unwirtlich und abgelegen. Das Panorama: prächtig. Die Hütte ist eine der höchstgelegenen Hütten Schwedens, auf 1.100 Meter über Normalnull.

Mittwoch
Am Morgen macht eine lange Abfahrt munter. Anschließend geht es hinauf auf das Helagsfjell, das ein beeindruckendes Landschaftsbild bietet. Von weitem sehen wir schon den Helags, den mit 1797 Metern höchsten Berg Schwedens südlich des Polarkreises und Ziel der heutigen Etappe. Die Chancen, Schneehühner und Rentiere zu erblicken, stehen nicht schlecht. Vielleicht sehen wir auch die scheuen Fjällfüchse. Von der Helags Fjällstation, die wir nach ca. 17 km erreichen, genießen wir den Blick auf den Gipfel des Helags und den südlichsten Gletscher Schwedens.

Donnerstag
Einmal hoch, einmal runter. Auf dem Weg zur Fältjägarens Fjällstuga geht es zunächst bergauf, dann bergab. Dabei sind ca. 150 Höhenmeter in einem sportlichen An- und Abstieg zu überwinden. Meistens laufen wir aber in der Ebene durch eine verschneite Moorlandschaft. Die Etappe ist ca. 13 km lang

Freitag
Die letzte Etappe führt durch boreale Birkenhaine zur gemütlichen Ramundberget Fjällstation, die bei schwedischen Langläufern beliebt ist. Bis dorthin läuft die Gruppe ca. 17 km. Anschließend erfolgt ein Transfer mit dem Kleinbus zurück nach Idre, wo die Gruppe in der Fjällhütte beim Wintercamp schläft, wie in der ersten Nacht.

Samstag
Abreise am frühen Abend. Bis dahin kann man den Tag ausgiebig für verschiedene Aktivitäten nutzen.

Sonntag
Ankunft in Hamburg.

Charakter/Anforderungen

Für die Tagesetappen zwischen 13 und 17 km ist keine alpine Skitouren-Erfahrung erforderlich. Die Teilnehmer sollten aber über gute Langlaufkenntnisse verfügen und bereit sein, bis zu 9 Stunden am Tag Ski zu laufen (je nach Wetterlage und inkl. Pausen). Vorausgesetzt wird sicheres Beherrschen der Ski bei Abfahrten ohne Loipe und mit Gepäck. Das persönliche Gepäck führen die Teilnehmer im eigenen Rucksack mit. Auf der ca. 97 km langen Tour bewältigen wir jeweils ca. 2700 Höhenmeter bergauf und bergab.

Ausrüstung
Die Teilnehmer benötigen einen Trekkingrucksack (mindestens 50 Liter), gute Outdoorbekleidung und einen Hütten- oder Drei-Jahreszeiten-Schlafsack.
Als Skiausrüstung empfehlen wir die in Skandinavien üblichen Back-Country-Ski, ca. 65 bis 70 mm breit, mit Stahlkante und vom Aufbau her den bei uns üblichen Langlauf-Ski ähnlich. Schuhe und Bindung der Systeme 75NN, NNN oder SNS-BC sind ebenfalls kräftiger gestaltet und für diese Art von Tour bestens geeignet. Die Ski können vor Ort zum Preis von ca. 60,- Euro pro Woche geliehen werden.

Übernachtung/Verpflegung

Während der Tour übernachten wir in den Gebirgshütten des STF (Svenska Turistföreningen), DNT (Den Norske Turistforening) oder privat geführten Unterkünften. Alle kochen gemeinsam. Die erste und die letzte Nacht verbringen wir in Idre, sodass wir uns eingewöhnen und den Abfahrtstag als vollen Skitag oder für andere Aktivitäten nutzen können. Bei Tourbeginn schließen wir für alle Teilnehmer eine STF-Mitgliedschaft ab. Der STF verfügt über ein Netz von 300 Wanderheimen.