Rumänien for family

Gruppenreisen Rumänien

Man braucht nicht unbedingt eine Zeitmaschine, um in eine andere Epoche einzutauchen: im verschlafenen Dörfchen Alma Vii in Siebenbürgen erleben wir das einfache Leben auf dem Land, wie wir es oft nur noch aus den Erzählungen unserer Großeltern kennen. Im Vordergrund der Reise steht das aktive Mitmachen und Kennenlernen der ursprünglichen Bauern- und Handwerkerarbeit. Wir lernen wie man Schafskäse und Pflanzenseife herstellt, sammeln Trüffel im Wald, probieren Honig beim Imker, beobachten Köhler bei der Arbeit und holen Milch und Eier direkt von den Tieren. Wer Mut hat, darf sogar dabei zuschauen, wie man ein Schwein schlachtet.
Darüber hinaus fahren wir nach Sighisoara in die Geburtsstadt Draculas, erkunden spannende, mittelalterliche Kirchenburgen und machen Fahrten mit dem Pferdewagen. Auf dem Gelände unseres Gasthauses gibt es für Kinder immer etwas Spannendes zu entdecken, während sich die Eltern auch mal zurücklehnen und entspannen können, denn Straßenlärm und Autoverkehr gibt es hier nicht.

1. Tag: Anreise und Ankunft

Unsere Rumänien Familienreise startet ins Sibiu (Hermannstadt). Am Flughafen werden wir abgeholt und dann fahren wir in das kleine Dörfchen Alma Vii. Die Fahrt dauert ca. 1,5 Stunden und wir bekommen einen ersten Eindruck von dem Leben in Siebenbürgen. Mit Blick auf das Gebirge der Karpaten fahren wir vorbei an grünen Wiesen und kleinen bunten Dörfern.

Angekommen in dem wunderschönen Dörfchen werden wir von unseren Gastgebern Marion und Mike und ihrem Sohn Tim und den Hunden herzlich begrüßt. Wir lernen wir unsere neu renovierte Unterkunft und das beschauliche Dörfchen kennen.

Gemeinsam mit unserem Reiseleiter erkunden wir am späten Nachmittag die kürzlich liebevoll restaurierte Kirchenburg. Die Almer Wehrkirche entstand zu Beginn des 14.Jh. als turmlose, aus Sandstein gebaute gotische Saalkirche. Zu Beginn des 16. Jh. setzte man einen Reduit über den Chor, eine letzte Zuflucht der Verteidiger der Burg. Das Besondere an dieser Kirche ist die Möglichkeit, in den Wehrtürmen auch bis ganz nach oben zu klettern. Von dort haben wir einen fantastischen Ausblick über das gesamte Dorf und die herrliche siebenbürgische Landschaft! Und natürlich beherbergt die Kirche auch ein Storchennest. Das Hochland im Karpatenbogen besticht als Kulturlandschaft durch die hohe Dichte an Kirchenburgen. Mit oft noch imposanten Wehranlagen bieten diese Ensembles ein einmaliges Bild mittelalterlicher Wehrarchitektur, der besonderen historischen Entwicklung dieser Gegend und der über 800 Jahre tradierten Lebensformen der Siebenbürger Sachsen.

Abends essen wir alle gemeinsam zu Abend. So haben wir ausreichend Zeit einander kennen zu lernen und uns zusammen auf den kommenden Urlaub zu freuen.
Transfers: ca. 2 Std. 
Verpflegung: A

2. Tag: Trüffel und Honig

Heute kommen die Feinschmecker auf ihre Kosten: mit einem ausgebildeten Trüffelhund laufen wir durch den naheliegenden Wald und suchen die begehrten Pilze, die es in Rumänien relativ häufig gibt. Auch für die Kids ist das faszinierend, wie der Hund die Pilze erschnüffelt. Nachdem wir hoffentlich reiche Beute gemacht haben, machen wir zur Stärkung ein Picknick.

Danach wandern wir weiter durch den Wald in das Nachbardorf Slagna. Dort besuchen wir einen Imker, der uns alles über den Beruf des Imkers erklären wird. Rumänien zählt, neben Spanien und Deutschland, in Europa zu den größten Honigerzeugern. Hier zählen Bienenprodukte als altes Hausmittel für viele Krankheiten. Gerade für die Kinder ist es spannend, hautnah miterleben zu können, wie Honig entsteht. Nachdem wir so viel über die Bienen und die Honigproduktion gelernt haben, können wir natürlich auch kosten und ein paar Gläser echt biologischen Honig kaufen.

Mit dem Pferdewagen geht es zurück nach Alma Vii. Hier können wir im Schatten der Obstbäume entspannen, auf dem Trampolin hüpfen, eine Runde Fußballspielen oder eine Wasserpistolenschlacht machen.
Verpflegung: F/P/A

3. Tag: Filz und Tanz

Heute lernen wir erlernen wir die Kunst des Filzens. Filz bezeichnet die Verbindung von losen, nicht versponnenen Tierhaaren, zumeist Wolle von Schafen. Unter Einwirkung von Feuchtigkeit, Wärme und Reibung lassen sich die tierischen Fasern zu einer unentwirrbaren Masse formen. Das Filzen zählt zu den ältesten Textiltechniken schlechthin. Die Filztechnik ist vor allem bei der Fertigung von Kopfbedeckungen, wie sie auch noch immer in Rumänien getragen werden, nicht mehr wegzudenken aufgrund der guten Formbarkeit, Dichte und Formbeständigkeit des Filzes. Ein Filzer aus dem Nachbarort besucht uns und stellt mit uns kleine Anhänger aus Filz her, die wir natürlich als Andenken mit nach Hause nehmen dürfen.

Im weiteren Verlauf des Tages besucht uns eine Tanzgruppe aus Alma Vii. Traditionelle Musik und Tanz sind in Rumänien sehr lebendig und es gibt eine große Vielfalt von Musikstilen und Tänzen. Sicher kennen wir das ein oder andere Lied, zudem wir mitklatschen können. Die Sentimentalmusik jedoch ist die wertvollste Musik und Rumänen betrachten ihre“Doina“ (ein trauriges Lied über Land und Liebe, zusammengesetzt wie eine epische Ballade) als einzigartig in der Welt. Die Kids aus dem Ort führen uns die traditionellen Tänze vor und gemeinsam üben wir ein paar Schritte ein.
Am Abend machen wir unser eigenes Lagerfeuer und grillen oben auf dem Gelände mit Blick auf die wunderschöne Kirchburg.
Verpflegung: F/P/A

4. Tag: UNESCO Kirchenburg Biertan & Dracula-Stadt Sighisoara

Heute begeben wir uns auf die Spuren des berühmten Graf Dracula. Wir fahren mit dem Bus in das mittelalterliche Städtchen Sighisoara, auf deutsch Schässburg genannt, das als Geburtstort von Graf Dracula gilt. Auf dem Weg dorthin durchfahren wir nach ca. 30 Minuten den Ort Biertan, in dem eine herrliche, als UNESCO Weltkulturerbe geschützte Kirchenburg steht. Ein Besuch dieser mittelalterlichen Stätte, wo es viele verborgene Winkel und Ecken zu entdecken gibt, ist ein unvergessliches Erlebnis.

Dann fahren wir weiter nach Sighisoara. Das Mittagessen kann selbständig in einem der vielen Restaurants eingenommen werden. Über die Stadt Sighisoara erfahren wir bei einer Stadtführung mit unserem Reiseleiter mehr und lauschen natürlich auch den Geschichten über Graf Dracula. 
Transfers ca. 4 Std. 
Verpflegung: F/A

5. Tag: Seife und Speck

Heute besucht uns eine Apothekerin aus dem Dorf. Sie zeigt uns, wie man köstlich duftende Seifen mit natürlichen Ölen selber herstellen kann. Die Seifenstücke müssen einen Tag trocknen, dann können wir sie als schönes Reiseandenken mit nach Hause nehmen.
Zudem backen wir heute ein echtes Brot und lassen es in einem traditionellen Ofen backen.
Am späten Nachmittag können wir zuschauen, wie ein Schwein traditionell geschlachtet und ausgenommen wird. Eine Erfahrung, die uns unseren Vorfahren um einiges näher bringt, und uns den heutigen Massenfleischkonsum noch mal überdenken lässt. Die Schweinehälften werden weiterverarbeitet und in verschiedene Stücke zerlegt. Wer möchte kann von Anfang an dabei sein, was wir aber nicht jedem empfehlen. Der Hof liegt nebenan, so dass wir auch erst rüber gehen können, wenn das Tier bereits geschlachtet wurde. Wer gar nicht mitkommen mag, ist auch kein Problem! Am Abend wird in unserer Unterkunft mit dem frisch geschlachteten Schweinefleisch ein leckeres Gulasch im Eisenkessel über dem offenen Lagerfeuer hergestellt.
Verpflegung: F/P/A

6. Tag: Traditionelles Handwerk

Nach dem morgendlichen Frühstück machen wir uns mit dem Pferdewagen auf den Weg zu einem Köhler. In Rumänien gibt es diesen traditionellen Beruf des Holzkohleherstellers noch. Riesige Buchenholzhaufen werden kunstvoll aufgeschichtet, mit Lehm bedeckt, und dann angezündet. Der Köhler wohnt im Wohnwagen daneben und muss Tag und Nacht aufpassen, dass das Feuer nicht zu heiß wird und das Holz verbrennt. Nebenbei muss er auch schon wieder den nächsten Holzhaufen aufschichten. Ein harter und sehr rußiger Beruf.

Im Anschluss besuchen wir noch einen Schäfer. Er zeigt uns seine Herde und Hütehunde. Die Kinder dürfen die Tiere streicheln. Der Schäfer zeigt uns auch seine traditionelle, rumänische Schafskäserei, eine sogenannte stâna. Wir lernen, wie man den rumänischen Schafskäse, auch brânza genannt, über offenem Feuer herstellt. Nach dieser tollen neuen Erfahrung dürfen wir den selbst hergestellten Käse dann selbstverständlich auch probieren.

Die Karpatenhirten sind ein sehr wichtiger Teil der rumänischen Kultur. Sie wurden schon in zahlreichen Lieder und Oden besungen. Die romantisierenden Weisen handeln von Männern, die mit ihren Schafen durch die Täler und über die Bergrücken von Transsylvanien ziehen – als wandernde nationale Symbole. Die Schönen handeln von Liebe. Die Traurigen von Hirten, die nie mehr zurückkamen, weil sie vom Blitzschlag getroffen oder von Bären getötet wurden. Zum Abschluss kaufen wir den Bauern noch einen Leib Käse für unser anschließendes Picknick ab.
Verpflegung: F/P/A

7. Tag: Flohmarkt in Mediaș & Freibad

Heute machen wir einen Ausflug nach Mediaș und besuchen den lokalen Flohmarkt. Hier gibt es jede Menge zu entdecken und viele Einheimische versorgen sich hier mit allem, was man so benötigt. Von Klamotten, über Dekoration bis hin zu Rasenmähern und Fenstern gibt es hier alles, was man sich vorstellen kann. Wer Hunger hat kann am Grill ein leckeres Mititei (Rumänisches Cevapcici) erwerben.

Danach springen wir in das kühle Nass und Erfrischen uns im Freibad! Bei den Temperaturen tut das sicher allen gut. Auf dem Rückweg nach Alma Vii besuchen wir noch einen Bauern, bei dem wir Käse oder frische Milch probieren können.
Transfers ca. 2 Std. 
Verpflegung: F/A

8. Tag: Abreise

Heute endet unsere Rumänien-Familienreise auch schon. Beim gemeinsamen Frühstück können wir uns alle nochmal voneinander verabschieden. Mit tollen neuen Erfahrungen und Erinnerungen im Gepäck geht es wieder zurück nach Deutschland.
Verpflegung: F
(F = Frühstück, M = Mittagessen, P = Picknick, A = Abendessen)

Reiseinfos

Unsere Rumänien Reise ist ein alternatives Abenteuer und bereits für Kinder ab vier Jahren geeignet. Wir möchten Familien die Möglichkeit geben, gemeinsam die Ursprünge der Nahrung und traditioneller Handwerkskünste wieder zu entdecken. Die Lebensmittel, welche wir während der Reise verwenden, stammen direkt aus der Umgebung. Jeder kann mithelfen und probieren! Begleitet werden die Gäste von unserem jungen Reiseleiter Peter. Er kommt aus Siebenbürgen und spricht fließend alle drei traditionellen Sprachen der Region, Rumänisch, Deutsch und Ungarisch. Er kennt das Land wie seine Westentasche, führt uns zu den Einheimischen und erzählt uns viel über den Alltag der Menschen in Rumänien. 

Alma Vii
Unsere traditionelle Unterkunft liegt im kleinen Dorf Alma Vii, bzw. Almen, wie es auf Deutsch genannt wird. Dort lebten ursprünglich viele „Siebenbürger Sachsen“, die deutschsprachige Minderheit des Landes, und der Name des früheren Hofbesitzers, Martin Henning, steht noch als Zeugnis schwungvoll über unserem Eingangstor.

Klima 
Der Sommer in Siebenbürgen ist warm, aber nicht zu heiß mit durchschnittlich knapp 25°C. Besonders in den Wäldern in ist es zu dieser Zeit sehr angenehm.

Unterkunft

Wir übernachten in einem alten Bauernhof von 1871, der von einem deutschen Paar aus Hamburg liebevoll in eine Pension mit Restaurantscheune umgewandelt wurde. Im großen Garten gibt es Obstbäume, Kätzchen und liebe Hunde, eine Hängematte, schattige Plätze, Wiesen zum Toben und Fußballspielen. Der eigene Schwimmteich ist derzeit noch im Bau.
Die große neu gebaute Scheune ist der Treffpunkt der Unterkunft. Hier essen wir gemeinsam, trinken, tanzen und genießen die entspannte Atmosphäre. Von den Wiesen oberhalb der Scheune hat man eine herrliche Aussicht auf die Kirchburg. Hier kann man Störche beobachten, am Lagerfeuer sitzen, auf dem Trampolin hüpfen und den Geräuschen der Natur lauschen.
Die Unterkunft hat 5 Familienzimmer mit einem Doppelbett (2x2m) und einem Schlafsofa für 1-2 Kinder. Ein Babybeistellbett kann immer dazu bestellt werden. Die Zimmer sind neu gebaut und mit Liebe und Herzblut gestaltet. Sie verfügen jeweils über ein separates Badezimmer mit Toilette und Dusche.