Rumänien for family

Gruppenreisen Rumänien

Man braucht nicht unbedingt eine Zeitmaschine, um in eine andere Epoche einzutauchen: im verschlafenen Dörfchen Alma Vii in Siebenbürgen erleben wir das einfache Leben auf dem Land, wie wir es oft nur noch aus den Erzählungen unserer Großeltern kennen.
Im Vordergrund der Reise steht das aktive Mitmachen und Kennenlernen der ursprünglichen Bauern- und Handwerkerarbeit. Wir lernen wie man Schafskäse und Pflanzenseife herstellt, sammeln Trüffel im Wald, probieren Honig beim Imker, beobachten Köhler bei der Arbeit und holen Milch und Eier direkt von den Tieren. Wer Mut hat, darf sogar dabei zuschauen, wie man ein Schwein schlachtet.
Darüber hinaus fahren wir nach Sighisoara in die Geburtsstadt Draculas, erkunden spannende, mittelalterliche Kirchenburgen und machen Kutschfahrten. Auf dem Gelände unseres Gasthauses gibt es für Kinder immer etwas Spannendes zu entdecken, während sich die Eltern auch mal zurücklehnen und entspannen können, denn Straßenlärm und Autoverkehr gibt es hier nicht. Neben unserem abwechslungsreichen Programm eignet sich die Region perfekt zum Radfahren und Wandern.

1. Tag: Anreise und Ankunft

Endlich startet unsere Rumänien Familienreise! in Sibiu (Hermannstadt) am Flughafen erwartet uns schon unser Reiseleiter Peter. Gemeinsam fahren wir nach Alma Vii (Transfer ca. 80 Minuten).

Dort lernen wir unsere Unterkunft und das beschauliche Dörfchen kennen. Wir können beim Bauern frische Eier und Milch holen, und schon mal den Teig für das frische Sauerteigbrot ansetzen. Abends essen wir alle gemeinsam zu Abend. So haben wir alle Zeit einander kennen zu lernen und uns zusammen auf den kommenden Urlaub zu freuen.

Transfers: ca. 1,5 Std.
Verpflegung: A

2. Tag: Erkundung Alma Vii

Der Tag beginnt mit einem leckeren Frühstück. Danach gehen wir zusammen in die Kirchenburg in Alma Vii. Sie wurde vor kurzem renoviert und und beherbergt jetzt sogar ein kleines Museum - und natürlich ein Storchennest. Dort können wir auf die Türme klettern, die große Glocke antippen, und die schöne Aussicht über die herrliche siebenbürgische Landschaft genießen.

Am Nachmittag besucht uns eine Apothekerin aus dem Dorf. Sie zeigt uns, wie man köstlich duftende Seifen mit natürlichen Ölen selber herstellen kann. Die Seifenstücke müssen ein paar Tage lang trocknen, dann können wir sie als schönes Reiseandenken mit nach Hause nehmen. Nach einem leckeren Abendbrot mit unserem selbstgebastelten Sauerteigbrot fallen wir abends süß nach Seife duftend ins Bett.

Verpflegung: F/P/A

3. Tag: Besuch einer Schafskäserei

Nach dem Frühstück machen wir uns zu Fuß oder mit dem Fahrrad auf den Weg zu einem Schäfer. Er zeigt uns seine Herde, zu der manchmal auch noch Ziegen, Hütehunde und Esel gehören. Die Kinder dürfen die Tiere hüten und streicheln, danach zeigt uns der Schäfer seine traditionelle, rumänische Schafskäserei, eine sogenannte stâna.

Wir lernen, wie man den rumänischen Schafskäse, auch brânza genannt, über offenem Feuer herstellt. Nach dieser tollen neuen Erfahrung dürfen wir den selbst hergestellten Käse dann selbstverständlich auch probieren. Zum Abschluss kaufen wir den Bauern noch einen Leib Käse für unser anschließendes Picknick ab. Danach geht es zurück in unsere Unterkunft.

Verpflegung: F/P/A

4. Tag: UNESCO Kirchenburg Biertan & Dracula-Stadt Sighisoara

Heute begeben wir uns auf die Spuren des berühmten Graf Dracula. Wir fahren mit dem Bus in das mittelalterliche Städtchen Sighisoara, auf deutsch Schässburg genannt, das als Geburtstort von Graf Dracula gilt. Auf dem Weg dorthin durchfahren wir nach ca. 30 Minuten den Ort Biertan, in dem eine herrliche, als UNESCO Weltkulturerbe geschützte Kirchenburg steht. Ein Besuch dieser mittelalterlichen Stätte, wo es viele verborgene Winkel und Ecken zu entdecken gibt, ist ein unvergessliches Erlebnis.

Nach weiteren 30 Minuten Busfahrt kommen wir dann in Sighisoara an. Hier besuchen wir den lokalen Markt und kaufen dort frische Früchte und Gewürze ein. Das Mittagessen kann selbständig in einender vielen Restaurants eingenommen werden. Über die Stadt Sighisoara und natürlich über Graf Dracula erfahren wir bei einer Stadtführung mehr. Voller neuer Eindrücke treten wir abends die knapp 60 minütige Heimreise an. 

Verpflegung: F/A

5. Tag: Traditionelles Handwerk

Nach dem morgendlichen Frühstück machen wir uns mit dem Pferdewagen auf den Weg zu einem Köhler. In Rumänien gibt es diesen traditionellen Beruf des Holzkohleherstellers noch. Riesige Buchenholzhaufen werden kunstvoll aufgeschichtet, mit Lehm bedeckt, und dann angezündet. Der Köhler wohnt im Wohnwagen daneben und muss Tag und Nacht aufpassen, dass das Feuer nicht zu heiß wird und das Holz verbrennt. Nebenbei muss er auch schon wieder den nächsten Holzhaufen aufschichten. Ein harter und sehr rußiger Beruf.

Nachdem wir uns in unserer Unterkunft den Staub abgewaschen haben, lernen wir am Nachmittag die Kunst des Filzens. Ein Filzer aus dem Nachbarort besucht uns und stellt mit uns kleine Anhänger aus Filz her, die wir natürlich als Andenken mit nach Hause nehmen dürfen. Am Abend machen wir unser eigenes Lagerfeuer, grillen Stockbrot und Würstchen, und können uns dabei selbst wie Köhler fühlen.

Verpflegung: F/P/A

6. Tag: Ran an den Speck

Für die hart gesottenen geht es zu einem einheimischen Bauern im Dorf. Hier können wir live zuschauen, wie ein Schwein traditionell geschlachtet und ausgenommen wird. Eine Erfahrung, die uns unseren Vorfahren um einiges näher bringt, und uns den heutigen Massenfleischkonsum noch mal überdenken lässt. Die Schweinehälften werden weiterverarbeitet und in verschiedene Stücke zerlegt. Am Abend wird in unserer Unterkunft mit dem frisch geschlachteten Schweinefleisch ein leckeres Gulasch im Eisenkessel über dem offenen Lagerfeuer hergestellt.

Optional: Für Reitbegeisterte gibt es in 30 Minuten Entfernung auch einen nagelneuen, nach westlichem Standard ausgerüsteten Reiterhof. Dort kann man einzelne Reitstunden auf dem Reitplatz buchen, oder auch geführte Tages- oder mehrtägige Ausritte durch Transilvanien. Im selben Ort gibt es auch eine kleine Lehmmanufaktur, wo per Hand Lehmziegel und -Dachziegel geformt und in einem (von Prinz Charles eingeweihten) Holzofen tagelang gebrannt werden. Die Dächer unsere Unterkunft sind übrigens auch damit gedeckt. Kinder könne dort ihren eigenen Dachziegel formen und verzieren, der dann (leider meistens erst ein paar Wochen später) auch gebrannt wird. Und die Erwachsenen können inzwischen staunen, dass der Lehm dort noch mit Pferd und Wagen abgebaut und angeliefert wird.

Verpflegung: F/P/A

7. Tag: Trüffel und Honig

Heute kommen vor allem die Feinschmecker auf ihre Kosten: mit einem ausgebildeten Trüffelhund laufen wir durch den naheliegenden Wald und suchen die begehrten Pilze, die es in Rumänien relativ häufig gibt. Nachdem wir hoffentlich reiche Beute gemacht haben, kommen wir am anderen Ende des Waldes im Nachbardorf Slagna an. Dort besuchen wir einen Imker, der uns alles über den Beruf des Imkers erzählen wird. Rumänien zählt, neben Spanien und Deutschland, in Europa zu den größten Honigerzeugern. Hier zählen Bienenprodukte als altes Hausmittel für viele Krankheiten.

Gerade für die Kinder ist es spannend, hautnah miterleben zu können, wie Honig entsteht. Nachdem wir so viel über die Bienen und die Honigproduktion gelernt haben, können wir natürlich auch kosten und ein paar Gläser echt biologischen Honig kaufen. Beim anschließenden Picknick im Wald werden die uns gut schmecken, bevor wir mit dem Pferdewagen zurück nach Alma Vii fahren. Dort wartet später ein leckeres Abendessen mit Trüffel-Nudeln und -Omelette auf uns.

Verpflegung: F/P/A

8. Tag: Abreise

Heute endet unsere Rumänien-Familienreise auch schon. Beim gemeinsamen Frühstück können wir uns alle nochmal voneinander verabschieden. Mit tollen neuen Erfahrungen und Erinnerungen im Gepäck geht es wieder zurück nach Deutschland.

Verpflegung: F

(F = Frühstück, M = Mittagessen, P = Picknick, A = Abendessen)

Reiseinfos

Unsere Rumänien for family Reise ist ein alternatives Abenteuer und bereits für Kinder ab vier Jahren geeignet. Wir möchten Familien die Möglichkeit geben, gemeinsam die Ursprünge der Nahrung und traditioneller Handwerkskünste wieder zu entdecken. Die Lebensmittel, welche wir während der Reise verwenden, stammen direkt aus der Umgebung. Jeder kann mithelfen und probieren! Begleitet werden die Gäste von unserem jungen Reiseleiter Peter. Er kommt aus Siebenbürgen und spricht fließend alle drei traditionellen Sprachen der Region, Rumänisch, Deutsch und Ungarisch. Er kennt das Land wie seine Westentasche, führt uns zu den Einheimischen und erzählt uns viel über den Alltag der Menschen in Rumänien. 

Alma Vii
Unsere traditionelle Unterkunft liegt im kleinen Dorf Alma Vii, bzw. Almen, wie es auf Deutsch genannt wird. Dort lebten ursprünglich viele „Siebenbürger Sachsen“, die deutschsprachige Minderheit des Landes, und der Name des früheren Hofbesitzers, Martin Henning, steht noch als Zeugnis schwungvoll über unserem Eingangstor.

Klima 
Der Sommer in Siebenbürgen ist warm, aber nicht zu heiß mit durchschnittlich knapp 25°C. Besonders in den Wäldern ist es zu dieser Zeit sehr angenehm.