Azoren: Wandern auf Atlantikinseln

Gruppenreisen Portugal

Vulkanismus schuf diesen Außenposten Europas über Jahrmillionen und hinterließ einen Archipel von schroffer Schönheit. Dank der fruchtbaren Erde und des mild-feuchten Atlantikwetters sind die Azoren-Inseln sattgrün: An Steilhängen wachsen Lorbeerwälder, durchzogen von rauschenden Wasserfällen und in Kratern erloschener Vulkane liegen blaue Seen, gesäumt von Blumen. Die Zentralinseln Faial, São Jorge und Pico sind die Seele der Azoren und spiegeln all ihre Facetten wider. Blühende Hortensien begrenzen den Weg entlang jahrhundertealter Eselspfade. Hinter jeder Biegung und vom Kraterrand der Vulkane öffnet sich ein neuer Blick auf Steilküsten und verstreut liegende Steindörfer.

Reiseverlauf

1. Tag: Anreise auf die Azoren; Begrüßungsessen
Flug via Lissabon auf die Azoren, wo Sie am späten Nachmittag landen. Nach Ihrer Ankunft am Flughafen Horta empfängt Sie Ihre Reiseleitung. 
Mit einem ersten Spaziergang durch das bezaubernde Hafenstädtchen und einer Rast im legendären "Café Peter Sport" am Yachthafen, beginnt Ihre spannende Reise. Am Abend findet das Begrüßungsessen mit Tourenbesprechung in einem gemütlichen Fischlokal der Altstadt statt. 
4 Übernachtungen in einer kleinen Pension in Horta (-/-/A)

2. Tag: Der jüngste Vulkan der Azoren - Capelinhos
1957 fing es vor der Westspitze Faials an zu brodeln. Eine neue Insel tauchte aus dem Meer auf und wuchs im Laufe eines turbulenten Jahres mit Faial zusammen. Nach einer Fahrt entlang der bizarren Lavaküste wandern Sie vom Cabeço Verde zum Capelinhos, dem Neuland und jüngsten Vulkan der Azoren. Anschließend fahren Sie zu den natürlichen Lavabecken von Varadouro; ein idealer Platz für ein erstes Bad im Atlantik. (F/M/-)
Gehzeit 3,5 h, 5 km, +250 Hm/-400 Hm

3. Tag: Blühende Hortensien und ein gewaltiger Einsturzkrater
Heute erkunden Sie die Caldeira von Faial. Bei gutem Wetter können Sie den gesamten Krater mit einem Durchmesser von etwa zwei Kilometern und einer Tiefe von über 400 Metern überblicken. Hortensien säumen den Weg entlang des Kraterrandes, der Sie schließlich hinab zur Nordküste führt. Auch dieser Wandertag wird mit einem Stopp zum ausgiebigen Baden abgerundet. Der schwarze Sandstrand von Almoxarife ist im Sommer ein bei den Einheimischen beliebter Platz für ein entspannendes Bad im Meer. (F/-/A) 
Gehzeit 4,5 h, 12 km, +100 Hm/-800 Hm

4. Tag: Hafenmalereien, Kolonialhäuser und der Hausberg
Am Vormittag unternehmen Sie einen Altstadtbummel durch Horta. Ein Besuch des Yachthafens mit seinen berühmten Malereien darf dabei nicht fehlen. Seit jeher war diese kleine Hafenstadt wichtiger Anlaufpunkt für Handelsschiffe, Walfänger und Segelboote. Anschließend steigen Sie auf den Hausberg Monte Guia, von dem Sie einen schönen Blick auf Horta und die Insel Faial haben. Der Nachmittag ist frei für eigene Erkundungen oder ein Bad am feinen Stadtstrand Porto Pim, einer der wenigen Sandstrände auf den Azoren. (F/-/-)
Gehzeit 2 h, 3 km, +/-200 Hm

5. Tag: Erste Erkundung von São Jorge
Am Morgen Fährüberfahrt auf die Wanderinsel São Jorge, welche Sie während der kommenden 6 Tage intensiv erkunden. Ihre Unterkunft ist eine moderne Appartementanlage in der Nähe von Velas. Sie bietet viele Annehmlichkeiten wie Sonnenterasse, Pool und eine tolle Aussicht auf den Atlantik. In 5 Gehminuten erreichen Sie außerdem eine Badestelle am Meer. Am Nachmittag steigen Sie auf den Morro Grande - den Hausberg Velas. Genießen Sie einen sagenhaften Blick auf die Inselhauptstadt und die Steilküsten der Insel. Später unternehmen Sie einen Stadtbummel durch die beschauliche Altstadt. 
6 Übernachtungen in einer komfortablen Appartementanlage (F/-/A)
Gehzeit 2 h, 6 km, +250 Hm/-250 Hm 

6. Tag: Wanderung entlang der Steilküste zu den Fajãs 
Fajãs sind die für São Jorge typischen fruchtbaren Ebenen, die durch Erdrutsche oder erkaltete Lavaströme entstanden und am Fuße der Steilhänge liegen. Durch einsame Bauerndörfer und Terrassenlandschaften wandern Sie auf einem schmalen Weg erst steil hinab, ehe Sie entlang der Südküste zur Fajã São João wandern. Wussten Sie, dass einige der Fajã nur zu Fuß und nicht mit dem Auto zu erreichen sind? (F/-/A)
Gehzeit 4 h, 12 km, +600 Hm/-700 Hm

7. Tag: An der unberührten Nordküste 
Dicht bewachsen vom ursprünglichen Lorbeerwald sind die Nordhänge von São Jorge. Vorbei an rauschenden Wasserfällen führt Ihre Wanderung auf einem alten, verwunschenen Pfad hinab zur Fajã da Caldeira de Santo Cristo. Wie wäre es unterwegs mit einem Bad in den Becken eines Gebirgsbaches? Ihre Wanderung führt schließlich entlang der Küste zur Fajã dos Cubres. Der Nachmittag steht Ihnen frei für individuelle Erkundungen. (F/-/-)
Gehzeit 4 h, 10 km, +200 Hm/-700 Hm

8. Tag: Über den „Dinosaurierrücken“ zum Pico da Esperança

Unberührt und wild ist das zentrale Bergmassiv der Insel. Wie der Rückenpanzer eines Dinosauriers erstreckt es sich fast über die gesamte Länge der Insel. Die heutige Wanderung führt Sie über sattgrüne Weiden und vorbei an verwunschenen Kraterseen zum höchsten Gipfel der Insel – den 1.053 m hohen Vulkan Pico da Esperança. Anschließend geht es hinab zur Nordküste in die beschauliche Fajã do Ouvidor. (F/-/A)
Gehzeit 5 h, 16 km, +300 Hm/-1100 Hm

9. Tag: Freier Tag mit vielen Ausflugsmöglichkeiten
Der heutige Tag steht Ihnen zur freien Verfügung. Genießen Sie Ihren Urlaub in der schönen Appartementanlage oder unternehmen Sie einen Ausflug. Spazieren Sie durch die Inselhauptstadt Velas oder erkunden Sie die faszinierende Unterwasserwelt der Azoren mit Taucherbrille und Schnorchel. Ihre Reiseleitung ist Ihnen bei der Planung gern behilflich. (F/-/-)

10. Tag: Durch die „hängenden Gärten der Nordküste“ zur Fajã de Além
Heute wandern Sie entlang der Steilküste zur Fajã de Além, auf der zwischen den Feldern vereinzelt alte Steinhäuschen stehen. Noch heute wird hier am Fuße der Steilhänge Yamswurzel (sollten Sie während Ihres Aufenthaltes unbedingt probieren!) und Wein angebaut. (F/-/A)
Gehzeit 3 h, 5 km, +500 Hm/-500 Hm

11. Tag: Fährüberfahrt nach Pico und fakultative Walbeobachtung
Kurze Fährfahrt nach Pico und Transfer in das alte Fischerstädtchen Lajes. Die kommenden drei Nächte wird ein kleines Hotel in der Altstadt Ihr Zuhause sein. Hier kennt jeder jeden, und die Zeit geht noch ihren beschaulichen Gang. Am Hafen laden urige Kneipen und Restaurants zum Verweilen ein. Sie besuchen das Walfangmuseum und machen einen ersten Spaziergang durch den Ort. Nicht verpassen sollten Sie auf einer Azoren-Reise eine (optionale) Walbeobachtung mit Booten vor der Küste. Mit etwas Glück können Sie eine der etwa 27 hier lebenden Wal- und Delfinarten beobachten. Es ist ein fabelhaftes Erlebnis, den anmutigen Meeresbewohnern so nah zu sein!
3 Übernachtungen in einem Hotel in Lajes (F/-/-)

12. Tag: Anspruchsvolle Pico-Besteigung
Der Aufstieg zum höchsten Berg Portugals (Pico, 2351 m) ist zwar schweißtreibend, aber eines der eindrucksvollsten Erlebnisse dieser Reise. Gestartet wird auf etwa 1200 m. Am Gipfel angekommen schweift der Blick über die Wolken und das Meer, bei klarer Sicht bis hin zu den Nachbarinseln Faial und São Jorge. Für diejenigen, denen der Aufstieg zu mühsam ist, besteht die Möglichkeit, individuell eine leichtere, ebenfalls aussichtsreiche Wanderung um Lajes zu machen oder einfach den Tag an einer der schönen Badestellen des Fischerstädtchens zu genießen. (F/-/-)
Gehzeit Pico-Besteigung 7 h, 7 km, +1100 Hm/-1100 Hm

13. Tag: Wanderung durch Picos Weinfelder; Abschlussessen
Zwischen unzähligen Mauern, aufgetürmt aus kantigem Lavageröll, wird der Pico-Wein angebaut. Sie wandern entlang der bizarren Küste durch das Anbaugebiet, das 2003 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Probieren Sie ein Gläschen vom feurigen Rotwein oder vom süßen Verdelho bei einer Verkostung in der privaten Adegas eines Weinbauern. Beim Abschlussessen mit einem gegrillten Fisch lassen Sie während des Sonnenuntergangs über dem Meer Ihre Reise Revue passieren. (F/-/A)
Gehzeit 4 h, 11 km, +100/-200 Hm

14. Tag: Rückflug oder individuelle Verlängerung
Am Morgen Fährüberfahrt nach Faial und im Anschluss Rückflug über Lissabon. Oder bleiben Sie noch etwas länger auf den Azoren? (F/-/-)

Abkürzungen:
F … Frühstück | M … Mittagessen/Lunchpaket | A … Abendessen

Reisecharakter

Aktiv und genussvoll
Unser Reiseleiter kennt die versteckten Pfade und Wanderperlen. Sie erwartet eine ausgewogene Mischung aus Wanderungen, Begegnungen am Wegesrand, Zeit für Erholung und individuelle Erkundungen. Fast jede Tour endet am Meer: Strände, Lavaküsten, natürliche Seebecken, Wasserfälle und heiße Quellen laden zum Baden ein – eine gelungene Verbindung aus Aktivitäten und Entschleunigung.

Die Insel Faial: Seglertreff und Vulkanismus
Sanfte grüne Hügel, blühende Hortensien und schöne Strände geben der Insel einen lieblichen Charakter. Kontrastiv ist Capelinhos, das erst 1957 entstandene bizarre Vulkan-Neuland. Ein Galão an Hortas Hafenpromenade oder ein Gin Tonic im berühmten „Peter Café Sport“, dem Treffpunkt der Atlantiksegler, rundet die Wandertage ab.

Die Insel São Jorge: Das Wanderparadies
São Jorge ist die am wenigsten besuchte Insel des Triângulo, denn die schönsten Orte sind nur zu Fuß erreichbar. Vorbei an rauschenden Wasserfällen und durch Lorbeerwälder erkunden Sie das zentrale Bergmassiv und wandern auf schmalen Wegen hinab in die fruchtbaren Ebenen direkt am Atlantik. Ihre Unterkunft bietet eine wunderbare Aussicht über das Meer zum Bilderbuchvulkan Pico Alto.

Die Vulkaninsel Pico: Der Berg ruft
Der Aufstieg auf den Pico (2351 m), höchster Berg Portugals, ist schweißtreibend, doch auf dem Gipfel werden Sie mit einem grandiosen Blick über das Triângulo belohnt! Zum Ausklang unternehmen Sie eine gemütliche Wanderung durch die 2004 zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannten Weinfelder. Krönender Abschluss ist die Verkostung des Pico-Weins in der Adega eines Weinbauern.

Wetter

Das Klima der Azoren ist bekannt für sehr wechselhaftes Wetter. Mehrmals täglich können sich Regen und Sonnenschein mit strahlend blauem Himmel abwechseln. Und genau das macht den Charme der Azoren aus: denn bedingt durch das Wetter ist die Luft klar und die Natur leuchtend grün.
Mai bis September ist die beste Reisezeit für einen Wanderurlaub auf den Azoren. Die Durchschnittstemperaturen liegen tagsüber über 20-25°C. Zudem sind es die niederschlagsärmsten Monate mit überdurchschnittlich vielen Sonnenstunden. Im Juli und August herrscht auf den Azoren Hochsaison.
Bis in den Oktober hinein sind Wanderreisen gut möglich. Die Niederschläge sind moderat und die Temperaturen angenehm.

Anforderungen

Gute Kondition und Trittsicherheit für leichte bis mittelschwere Wanderungen (Gehzeit 3 – 5 h, Länge 8 – 16 km, max. + 600 Hm/-1100 Hm) sind notwendig. Am anspruchsvollsten ist die Pico-Besteigung (Gehzeit 7 h, +/- 1100 Hm). Die Wanderung ist anstrengend, aber lohnend. Die Wege sind meist befestigt, die Pico-Besteigung führt teilweise über Geröll.
Einzelne Wanderungen können ausgelassen werden. Alle Wanderungen erfolgen nur mit Tagesrucksack, das Hauptgepäck verbleibt in der Unterkunft.