Wanderungen am Baikalsee

Gruppenreisen Russische Föderation

Gewaltig, reich und würdevoll liegt das weltweit größte Süßwasserreservoir inmitten der sibirischen Taiga. Der Baikal, der tiefste und älteste Süßwassersee der Erde, ist von einer einzigartigen Flora und Fauna umgeben.

Ihre Reise zum Baikalsee beschert Ihnen eine Fülle von Eindrücken für das Auge und den Geist. Steppe, Taiga, schroffe Felsen, Sandstrände und natürlich die unendliche blaue Weite des Baikalsees – diese faszinierenden Landschaften entdecken Sie zu Fuß, per Auto, bei einer Bootsfahrt entlang der Küste und mit der Baikalbahn. Mit etwas Glück sehen Sie die possierliche Süßwasserrobbe, die nur hier zu finden ist. Das Leben der Einheimischen von damals und heute lernen Sie bei Ihren Aufenthalten in sibirischen Dörfern kennen, aber auch in der Gebietshauptstadt Irkutsk, bei Besuchen in Museen und an schamanistischen Orten.

Reiseverlauf

1. Tag
Flug ab Deutschland (mögliche Flughäfen auf Anfrage) über Moskau. (-/-/-)

2. Tag Ankunft in Irkutsk am Morgen
Transfer zu Ihrer Unterkunft. Altstadt-Rundgang mit dem Besuch einer russisch-orthodoxen Kirche. Übernachtung in FeWo mit Gemeinschaftsdusche/WC.
(-/M/-)

3. Tag Im sibirischen Dorf am Ufer des Baikal
Mit dem Gepäck für drei Tage/2 Nächte (Tagesrucksack) fahren Sie zu einem abseits liegenden Dorf am Ufer des Baikal. Hier werden Sie bei einer russischen Familie untergebracht. Die meisten Lebensmittel, die Ihnen serviert werden, kommen vom eigenen Hof.
Spaziergang durch das Dorf, das idyllisch direkt am Baikal liegt und von allen Seiten von der Taiga des Pribajkalskij Nationalparks umgeben ist. Kennenlernen des Alltags eines sibirischen Bauernhofes. Übernachtung in der Privatpension (Außentoilette, Waschen in der Banja - russischen Sauna).
(F/M/A)

4. Tag Wanderung (2 h) zum Suchoje-See ("Trockener See"),

der sehr schön mitten im Wald liegt. Dieser rätselhafte See bleibt oft monatelang trocken, dann füllt er sich mit Wasser auf, so dass man drin sogar gut schwimmen kann.
Am Nachmittag zu einem Aussichtspunkt, „Schamanenberg“ (2 h), wo die Schamanisten immer noch ihre Rituale ausüben. Ein prächtiger Blick auf das riesige Flussdelta bis zum Baikal und auf die Berge des Nationalparks. Unterwegs Birkenzweige sammeln für die heutige Banja (Sauna) am Abend! Übernachtung wie Vortag.
(F/M/A)

5. Tag Mit einem Charterboot (3-4 h) entlang der Küste bis nach Listwjanka,
dem „Tor zum Baikal“. Da das Schiff nur Ihrer Gruppe zu Verfügung steht, können Sie bequem vorbei ziehende Landschaften des Westufers bewundern. Gegen Mittag erreichen Sie Listwjanka und gehen in eine Gaststätte essen. Danach gehen Sie durch die Siedlung spazieren und besuchen den Fisch- und Souvenirmarkt, wo viele authentische Sachen wie Schmuck aus Baikal-Halbedelsteinen oder Fäßchen aus Birkenrinde angeboten werden. Hier haben Sie die Möglichkeit, den einzigartigen und leckeren Omul-Fisch zu probieren. Am Nachmittag Besuch des sehr interessanten und informativen Baikalmuseum und Wanderung zum Tscherskij Stein: Von 700 m ü. M. sehen Sie den Baikal, den Fluss Angara und das am anderen Ufer liegende Chamar-Daban-Gebirge. Übernachtung in einem Ferienhaus.
(F/M/-)

6. Tag Museum der altrussischen Holzbaukunst Talzy, Wanderung durch Taiga im Nationalpark Pribajkalski
Sie unternehmen eine ca. 5-stündige Wanderung durch die Taiga des Pribajkalskij-Nationalparks und haben die Möglichkeit typische Pflanzenarten kennenzulernen und zu erfahren, wie die Bewohner diese als Heilmittel nutzen. Unterwegs machen Sie Picknick an einer malerischen Stelle und kochen dort Kräutertee am Lagerfeuer. Am Nachmittag besuchen Sie das schöne Freilichtmuseum der altrussischen Holzbaukunst in Talzy. Übernachtung wie Vortag.
(F/LP/-)

7. Tag Legendäre Baikalbahn
Heute machen Sie sich mit der alten Baikalbahn bekannt. Sie fahren mit dem Schiff nach Port Baikal, wo Sie in den Zug der Alten Baikalbahn einsteigen. Nach einigen Stationen verlassen Sie den Zug und erkunden die Strecke zu Fuß (ca. 4 h): Zahlreiche technische Einrichtungen wie Brücken, Stutzmauern und Tunnels können Sie in Ruhe besichtigen.
Optional ist der Besuch eines kleinen, aber interessanten Museums der Alten Baikalbahn im restaurierten Bahnhofsgebäude von Port Baikal möglich. Am Abend fahren Sie mit dem Schiff zurück nach Listwjanka. Übernachtung wie Vortag.
(F/LP/-)

8. Tag Zum "Kleinen Meer". Wandern in der Bucht Sagan-Zaba
Heute fahren Sie Richtung Meeresenge "Kleines Meer". Unterwegs machen Sie einen Abstecher zur Sagan-Zaba-Bucht, die durch ihre Felszeichnungen von Schamanen bekannt ist. Das letzte Stück zur Bucht legen Sie zu Fuß durch einen schönen Kiefernwald zurück. Danach wandern Sie noch zu einem Aussichtsberg, von wo sich ein wunderschöner Blick öffnet: Wenn der Wettergott auf Ihrer Seite steht, ist von dem Berg aus ein Viertel (!!!) des ganzen Baikal zu sehen. Am späten Nachmittag erreichen Sie Ihre Herberge am Kleinen Meer. Die Unterkunft ist sehr schön am Ufer des Sees gelegen mit einem offenen Blick auf die Meeresenge und die Insel Olchon.
Gehzeit ca. 4 Stunden. (F/M/A)

9. Tag Wanderung in der Tascheran-Steppe (ca. 4 h)
Das Gebiet der Tascheran-Steppe ist ziemlich kompakt – von Süden nach Norden sind es rund 50 km - hat aber viele schöne Ecken und ist ideal zum Wandern. U. a. besteigen Sie heute den höchsten Berg der Tascheran-Steppe, den Tan-Chan. Die Aussicht von oben ist einfach prima - die endlose blaue Weite des Baikal, die “Sonneninsel” Olchon und die Meeresstraße Maloe More ("Kleines Meer"). Danach wandern Sie zum Tal der Steingeister, wo Sie eine Schamanenlegende anhören. Am Nachmittag Fahrt zum Dorf Sachurta, wo es Einkaufsmöglichkeiten gibt und dann weiter zu Ihrer Unterkunft. Übernachtung in der Herberge wie am Vortag.
Gehzeit ca. 4 Stunden. (F/LP/A)

10. Tag Süden der Insel Olchon zu Fuß entdecken. Zu der Baikalrobben-Beobachtungsstelle
Wanderung zur Fähre (mit Gepäcktransport) und eine ca. 15-minütige Überfahrt zur größten Insel des Baikalsees, der Olchon. Entdeckung des Südens der Insel: Sie wandern mal durch weite hügelige Steppe zu der steilen Ostküste, mal durch den Wald, mal direkt am Wasser entlang. Es ist eine recht anspruchsvolle Wanderung – gute Kondition, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind gefragt. Als Belohnung kommen Sie zu einer versteckten Bucht, wo bei sonnigem windstillen Wetter sehr gute Chancen bestehen, die endemischen Süßwasserrobben in unmittelbarer Nähe zu beobachten! Bezug der Ferienanlage in Chuschir (die "Metropole" Olchons), Ihrer Unterkunft für die nächsten drei Tage. Abends Spaziergang zum Wahrzeichen Baikals, dem Schamanenfelsen und Einführung in die Religion der Einheimischen, den Schamanismus.
Gehzeit ca. 3,5-4 Stunden. (F/LP/A)

11. Tag Ganztagesausflug in den Norden Olchons mit Wanderungen (Gehzeit ca. 4 h)
Sie erreichen die Nordspitze der Insel, Kap Choboj („Eckzahn“), wo Sie ein tolles Panorama auf den offenen Baikal, die Halbinsel Heilige Nase, die Meeresenge Maloje More und das Primorski-Gebirge erwartet. Kurz vor dem Choboj machen Sie einen Halt und besuchen eines der malerischsten Kaps am Baikal – das Kap Sagan-Huschin (“Weisses Kap”). In der Bucht Pestschanaja besichtigen Sie eine Stelle, wo sich ein GULag-Lager befand. Der Name der Bucht "Pestschanaja" kommt von dem herrlichen Sandstrand, wo Sie sich beim entsprechenden Wetter ein Sonnenbad gönnen können oder nach Wunsch auch ein erfrischendes Bad im See. Dann wandern Sie weiter Richtung Tal Usury, einer der wenigen Gegenden am Ostufer der Insel, wo man ans Wasser kommen kann. Hier unternehmen Sie einen kleinen Aufstieg auf die weiß-roten Felsen, die sich auch als ein sehr guter Aussichtspunkt anbieten. Übernachtung wie Vortag.
(F/LP/A)

12. Tag Chuschir
Tag zur freien Verfügung. Erholung am langen Sandstrand, Wandern, Radfahren, Banja (Sauna) besuchen sind die möglichen Optionen. Übernachtung wie Vortag.
(F/-/A)

13. Tag Rückfahrt nach Irkutsk (5 h), unterwegs eine weitere Wanderung in der Tascheran-Steppe

Heute haben Sie eine abwechslungsreiche Wanderstrecke: zuerst zu den 2000 bis 4000 Jahre alten Felszeichnungen auf dem Hügel Sachurte, danach besichtigen Sie die Hauptsehenswürdigkeiten der Steppe - die Festungsmauer der Kurykanen-Zivilisation aus dem 8-9 Jh. am Berg Schebete sowie den legendären Berg Eche-Joerd, eins der Heiligtümer der sibirischen Schamanisten. Am Abend kommen Sie nach Irkutsk zurück. Abschiedsabendessen.
Gehzeit ca. 2-3 Stunden.
Übernachtung in der FeWo mit Gemeinschaftsdusche/WC.
(F/LP/A)

14. Tag Gruppentransfer zum Flughafen und Rückflug
über Moskau zum gebuchten Flughafen. (F/-/-)

Wanderungen zu bekannten und versteckten Highlights des Baikalsees

Bekannte und auch abseits liegende Buchten und Aussichtsfelsen werden Sie auf Ihren Wanderungen aufsuchen. So wie den „Schamanenberg“, wo die Angehörigen Ihrer Gastfamilie immer noch ihre Rituale ausüben, oder den Tscherskij-Stein, von dem der Baikal, der Fluss Angara und das am anderen Ufer liegende Chamar-Daban-Gebirge zu sehen sind. In der hügeligen Tascheran-Steppe lernen Sie auf einsamen Pfaden einen der exotischsten Landstriche am Baikalsee kennen. Trotz des trockenen Klimas gibt es hier eine erstaunliche Pflanzenvielfalt. Außerdem entdecken Sie Orte mit geheimnisvollen Namen: das Tal der Steingeister, den Steinwall der Kurikanen aus dem 8. Jh. und den heiligen Berg Eche-Jort. Vom Berg Tan-Chan (998 m) genießen Sie einen fantastischen Blick auf den endlos scheinenden Baikal. Die Insel Olchon ist ein ganz besonderer Ort und Sie werden dafür drei Tage Zeit haben. Herrliche Landschaften mit steilen Ufern, langen Sandstränden, Lärchenwäldern und Steppe werden Sie entdecken. Ihr Reiseleiter führt Sie zum Schamanenfelsen und zu einer nur Wenigen bekannten Stelle, wo die Baikalrobben häufig zu beobachten sind. Einen Teil der berühmten Baikalbahn-Strecke werden Sie mit dem Zug zurücklegen. Den anderen erkunden Sie auf einsamen Pfaden zu Fuß – zahlreiche Brücken, Stützmauern und Tunnel gilt es zu bewundern!

Anforderungen

Normale Kondition für leichte bis mittelschwere Wanderungen (nur mit Tagesrucksack) über teils wegloses Gelände mit Tälern und Hügeln, ca. 2-5 h täglich, Höhenunterschiede +/-100-300 m; Trittsicherheit.
Schwindelfreiheit bei der Wanderung am 10. Tag.
Teilweise Komfortverzicht erfoderlich, da Unterbringung in einfachen, aber sauberen Unterkünften. In der Unterkunft am 3.-4. Reisetag haben einige Zimmer im Dorfhaus keine abzuschließenden Türen, der Türrahmen wird nur mit einem Vorhang abgeschirmt.
Straßenverhältnisse sind wesentlich schlechter als in Westeuropa, so gibt es auf der Insel Olchon kaum asphaltierte Straßen - daher erfolgt der Transfer entweder mit Jeeps oder russischen Allradbussen. Komfortverzicht notwendig.
Sie müssen in der Lage sein, Ihr eigenes Gepäck kurze Strecken selbst zu tragen (bis ca. 500 m)

Wie lebt es sich in Sibirien?

In einem abseits liegenden Dorf am Ufer des Baikalsees, umgeben von der Taiga des Nationalparks Pribaikalski, erleben Sie den Alltag eines sibirischen Bauernhofes, zu dem auch die Banja (russische Sauna) gehört – auf Wunsch mit Birkenzweig-„Massage“. Per Boot erreichen Sie Listwjanka, das „Tor zum Baikal“, besuchen das informative Baikalmuseum und können den leckeren Omul, eine endemische Fischart, auf dem Markt probieren. Im einzigartigen Freilichtmuseum Talzy bewundern Sie die altrussische Holzbaukunst und in Irkutsk lernen Sie das sibirische Stadtleben kennen.