Liebes Rucksack-Reisen-Team,
wir hatten uns schon lange vorgenommen, Euch mal zu schreiben, nach unserem „Abenteuer im Norden“. Wir (Hagen, Katrin, Bruno (12) und Oskar (10) haben uns auf einen Urlaub Tage voller Überraschungen und Abenteuer eingelassen und keine Minute davon bereut!
Immerhin hatten wir anfangs Zweifel, ob man so einen Urlaub überhaupt buchen sollte: ohne zu wissen, wer noch mitkommt, ob so eine bunt-gewürfelte Truppe funktionieren kann, ob es mit dem Tourenbegleiter passt …? Wetter ist da die geringste Sorge.
Für diese Art Urlaub zu machen sprach, dass wir keine Schweden-Erfahrung hatten und auch die Ausrüstung für einen Wasserwanderurlaub schlicht nicht vorhanden war. Da ist man für „Hilfe von außen“ durchaus dankbar. Außerdem wollten wir unseren Kindern etwas Spezielles bieten – ohne Buffetbequemlichkeit und geplanten „Luxus“ einer klassischen Pauschalreise.
Alles wurde gut. Erst kürzlich haben wir uns zum x. Mal die Diashow angeschaut und sind direkt wieder wehmütig geworden. Die vier Tage auf dem Wasser und die anschließende Woche in Gammelbyn. Die Kombination war perfekt. Die Gruppe war in der Tat bunt gewürfelt – im Grunde passten wir aber gut zusammen, weil jeder wusste, worauf er sich eingelassen hat. Dank unseres „TB Jörg“ fühlten wir uns von Anfang an in guten Händen. Jörg wusste zu jeder Zeit, was zu tun war bzw. er tat intuitiv das Richtige, hielt die Gruppe zusammen, koordinierte, wenn es was zu koordinieren gab, ließ uns aber auch einfach machen. Zum Aufstehen gab es meist schon Kaffee, von seinen Kochkünsten am offenen Feuer (mit dem was die Tonnen hergaben) erzählen wir immer wieder gern. Essen war überhaupt etwas sehr Wesentliches. Paddeln und frische schwedische Luft machen extrem hungrig! Gut zu wissen, dass da einer fix Feuer machen konnte und die Tonnen gut gefüllt waren.
Die vier Tage „draußen“ waren leider zu schnell vorbei. Da aber gegen Ende nicht nur wir nass und etwas müde waren, sondern auch die komplette Ausrüstung dringend getrocknet werden musste, freuten wir uns auf unsere nächste Station Gammelbyn – der Name allein war vielversprechend. Und die letzten Kilometer zum Feriendorf ließen unsere Neugier noch weiter wachsen, denn da war so rein gar nichts mehr außer Wald, Wald, Wald …
Mit dem Gammeln in Gammelbyn, das wurde jedoch nichts. Jörg hat jeden Tag dafür gesorgt, dass es nicht langweilig wurde. Paddeln durch Stromschnellen, Wandern, gemeinsam Waffelbacken am Feuer, Grillen und in der Sauna chillen – alles bestens geeignet, um aktiv auszuspannen. Die Anlage superschön, der Weg runter zum See und zum eigenen Steg mit Booten nichts für kaputte Knie, aber Abenteuer pur, wie alles dort, vor allem auch für die Jungs. Das absolute Highlight der Woche: Floßbauen am Klarälven. Drei Lagen Floß mit je zwölf drei Meter langen Stämmen in ca. 4 Stunden zusammen binden – das war anstrengend und im Wasser richtig kalt. Der Lohn: Drei großartige Stunden danach und das einmalige Gefühl, sich einfach treiben lassen zu können. Der Fluss gab Tempo und Richtung vor. Ein Tag, der früh begann und spät endete – wie immer mit einem liebevoll vom Koch-Jörg zubereiteten Abendmahl inklusive interessantem verbalen Streifzug durch die schwedische Küche. Großes Lob an das Team, vor allem den Koch vor Ort. Das war dann schon absolute Extra-Klasse und besser als jedes Hotelbuffet!
Unsere Hütte hatten wir sehr lieb gewonnen – wirklich sehr geräumig, gemütlich und komfortabel. Der Eindruck hielt sich auch noch, als wir uns nach vier Tagen in Boot und Zweimannzelt auf Isomatte über jedes Bett im Trocknen gefreut hätten. So fiel das Packen nach einer Woche Gammelbyn schwer. Doch man soll ja immer aufhören, wenn es am Schönsten ist. Und schön war es. Dank an Euch, liebes Rucksack-Reisen Team! Macht weiter so! Und Danke sagen wir auf diesem Wege auch nochmal unserem „TB Jörg“, der Euch hoffentlich noch lange erhalten bleibt und euphorisierte Schweden-Urlauber zurück nach Deutschland schickt. Nicht zu vergessen unseren „TB-Assi-Jaron“, der immer alle bei Laune hielt mit seiner umwerfenden Fröhlichkeit und Lockerheit (das lag bestimmt nicht nur am gerade bestandenen Abi).
Lasst es Euch allen gut gehen.
Viele Grüße
Hagen und Katrin und unsere Jungs Bruno und Oskar
