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Chronik

1985-1988

Hermann Mahlow eröffnet das Ausrüstungsgeschäft „Rucksack“ in Greven. Dort gibt es Kanus und andere exotische Artikel zu kaufen. Parallel etabliert sich die Vermietung von Kanus. Auf der Werse und der Ems finden die ersten geführten und ungeführten Touren statt. In Hermann reift die Idee, Auslandsreisen zu organisieren. Einige Tourenbegleiter aus der örtlichen Kanuszene organisieren Wildwasserkurse in Belgien und auf Korsika.

1989

Unser Ideal: Kanus mit gutmütigen Eigenschaften, hohen Zuladungsmöglichkeiten, leicht im Handling, mit geringem Gewicht, wartungsarm und nahezu unzerstörbar. Leider genügte kein Boot diesen Anforderungen, deshalb bauten wir es selbst. Auf der Basis der berühmten Coleman-Kanus haben Bauingenieur Hermann und Werftarbeiter Hans ein Boot entwickelt, das leicht und doch sehr robust ist. Dank der Umbauten ist es im Schachtelprinzip platzsparend zu lagern und zu transportieren.

1990

Der erste Gemeinschaftskatalog mit 11 Reiseseiten und 72 Ausrüstungsseiten erscheint. Neben Kajak- und Wildwasser-Kursen werden bereits Touren auf der Loire und in Schweden angeboten. Das Titelbild, entstanden auf der Ems, ziert den Hauptkatalog bis zum Jahr 2007. Im selben Jahr öffnet die Rucksack Oase in Münster. Das Geschäft bietet auf zwei Etagen Ausrüstung für Kanuten und Wanderer.

1991

Die Kanutouren im Münsterland erfreuen sich steigender Beliebtheit. Klaus begleitet einen zweiwöchigen Wildwasser-Urlaub auf Korsika.

1992

Der Visionär Hermann möchte Rucksack Reisen professionalisieren und entwickeln. Klaus und Isabel teilen sich den full-time-job und richten sich in der Rucksack Oase unter einem Bambusdach ein. Die Ferienhaus-Anlage Radastrand am Klarälven ist der Vorläufer für unsere Aktivcamps. Hans und Rainer waren damals schon als Tourenbegleiter unterwegs.

1993

Nächtelang basteln Klaus und Hermann am Katalog. Heraus kommt eine Broschüre mit 35 Reiseseiten und 60 Seiten Ausrüstung. Pagemaker 2.0 hieß das Layout-Programm und der moderne 486-Rechner benötigte ca. eine satte halbe Stunde zum Laden der Titelseite. Exotisch: Eine Kanureise durch die Kalahari. In Lappland bauten wir an dem Wildnisdorf Solberget mit, das heute sehr berühmt ist. Das Aktivcamp wandert nördlich weiter zum Siljan-See, in die Nähe von Mora. Von dort aus unternehmen Hannes und Klaus eine erste Wandertour im Fulufjäll.

1994

49 Reiseseiten, eingeleitet von einem Märchen, in dem Hermann den Prinzen gibt.
Das erste Aktivcamp in Idre. Wir haben unseren Platz gefunden. Als Basis buchten wir das Hotel Idregarden. Legendäre Wildwasser-Kurse fanden in Norwegen, an der Salza und auf Korsika statt. Die ersten Skireisen wurden gemeinsam mit SFI und Pfiff organisiert.

1995

Diesmal leitet ein Gedicht den Katalog ein. Die Irland-Reise führt in das Hostel in Ballinamore. Noch heute besuchen wir gerne Ciaran und Kevin in ihrem Pub. Erstmals erscheinen Agentur-Exemplare für Reisebüros. Unser Musher Uno Stenmyren kommt mit seinen Huskies auf Promo-Tour nach Deutschland und sorgt für Aufsehen auf Messen und in Fußballstadien.

1996

Die letzte Katalog-Ausgabe mit gemeinsamen Ausrüstungs- und Reiseseiten erscheint. Neu im Programm: Zwei Kanutouren, die bis heute nichts von ihrer Faszination verloren haben: Die Expedition Rogen-Röa-Femund und der Kanutraum. Mit vier jungen Studenten (Markus, Arnd, André und Christian), heute allesamt Spezialisten, gehen wir mutig ein neues Projekt an: Wir basteln eine website. Rucksack Reisen geht als einer der ersten Reiseveranstalter online.

1997

Die erste Winterreise nach Schweden führt auf den Gutshof Knappgarden, wo wir in Ulf einen herzlichen Gastgeber und guten Freund gefunden haben. Auch im Sommer ist der Knappgarden bei Särnaheden eine stimmungsvolle Unterkunft für unser Aktivcamp. Die dreiwöchige Rundreise „Kanadas Westen“ wird zum ersten Mal durchgeführt.

1998

In Idre bietet man uns eine Ferienhausanlage zum Kauf an. Mutig gehen wir den großen Schritt. Nach Jahren des Nomadentums werden wir in Schweden sesshaft. Das Aktivcamp Idre wird geboren.

1999

Der Sommerkatalog erhält ein frisches Layout. Der Holzkanu-Baukurs hat nicht stattgefunden. Auch für das Fahrradtrekking war die Zeit noch nicht reif. Aber die Reitwoche hat sich etabliert. Und die Radtour durch das vietnamesische Mekong-Delta. Wir identifizieren uns mit den Ideen des forumandersreisen und treten dem Verband für das nachhaltige Reisen bei. Die „TOMORROW“ bezeichnet unsere website als beste Seite für Gruppenreisen. Ein Flyer bewirbt das Wintercamp Idre.

2000

Der erste Winterkatalog erscheint. Das Wintercamp und die Huskytouren mit Christer und Kristin auf dem Fulufjäll sind die Highlights. Im März wird das Aktivcamp Idre durch die Geo Saison mit der Goldenen Palme ausgezeichnet. Wir sind unglaublich stolz. Mit der Bahn schließen wir einen Vertrag über vergünstigte RIT-Fahrkarten für unsere Gäste ab. Das Aktivcamp Idre wird um die Wanderwoche erweitert. Klaus wird in den Vorstand des forumandersreisen gewählt. An der Werse öffnet die Kanustation Pleistermühle. Wir treten der Bundesvereinigung Kanutouristik bei und haben einen ersten schwedischen Guide-Praktikanten des Ausbildungszentrums für Naturtourismus in Älvdalen. Eine weitere Kooperation gehen wir mit der Freien Universität Berlin ein.

2001

Mit dem Svartälven entdecken wir ein weiteres interessantes Kanurevier. Die Familien-Kanutour „Kindertraum“ wird viel Einfluss auf unser Programm nehmen. „Pa tur“ heißt unsere erste Kleinbus-Rundreise durch Norwegen. Im Stern erscheint ein mehrseitiger Artikel über die Huskytouren. Stephan Grimoni, Tourenbegleiter seit 1998, steigt vollberuflich bei Rucksack Reisen ein und professionalisiert die Ausbildung der Guides.

2002

Prominenz auf der Huskytour. Nora Tschirner fährt mit. Noch mehr Prominenz: Klaus und Hermann sind eingeladen, als König Carl XVI. Gustav von Schweden das Fulufjäll zum Nationalpark erklärt. Parallel unterzeichnen wir als erster deutscher Veranstalter ein Abkommen mit der Stiftung PanParks, initiert vom WWF. Der Katalog ist auf 64 Seiten angewachsen. In diesem Jahr sind die Sonnenziele Sardinien, Cinque Terre und Gomera neu im Programm. Ebenso die Outdoorkurse in Münster und Schweden.
Das schwedische Fremdenverkehrsamt lädt Rucksack Reisen ein, die Outdoormesse in Friedrichshafen exklusiv mit einem Expertenteam zu unterstützen.
Da wir uns in Schweden einen guten Namen erworben haben, bietet man uns die Übernahme der Arvika Kanot & Turistcentral an. Wir erwerben die Kanustation, bewahren das Erbe des Gründers und lassen die Kollegen in Schweden autonom agieren. Nina macht sich im Büro unentbehrlich.

2003

Ein wunderschönes Herrenhaus ist die Basis für unsere neuen Kanu- und Waldläuferwochen im Naturreservat Glaskogen. In Norwegen sind wir jetzt zusätzlich „i hytta“ unterwegs. Die Nordischen Länder zeichnen Rucksack Reisen mit dem Scandinavian Travel Award aus. Der Kindertraum Schweden erreicht den 1. Platz beim Wettbewerb um die Goldene Palme der Geo Saison. Der Katalog ist auf 72 Seiten angewachsen und Graphikerin Alex, vielen als Campleiterin Idre bekannt, modifiziert das Logo. Hans und Lothar unternehmen eine abenteuerliche Winterfahrt nach Lappland, um dort unsere ersten „Hat Giant Kata“ abzuholen. Die skandinavischen Riesenzelte werden am Polarkreis gefertigt.

2004

Der Stömnegarden sorgt als zweites Aktivcamp für Furore. Gemeinsam mit dem Künstler Manfred Oetter organisieren wir Kreativkurse. Das Outdoor-Abenteuer und die Kota bringen Glanz in den neuen Farbkatalog „Welcome Münsterland“. Der erste Winterkatalog im typischen Rucksack-Format erscheint mit 24 Seiten. Der Touristikpreis der Sonntag Aktuell geht an den Kindertraum Schweden. Das forumandersreisen führt „atmosfair“ ein. Klaus, inzwischen zum Vizepräsidenten des Verbandes gewählt, trifft dabei in Berlin Umweltminister Jürgen Trittin und Klaus Töpfer, den Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen. Der WDR dreht einen Beitrag zum klimaneutralen Fliegen im Büro von Rucksack Reisen. Thomas Geipel verstärkt das Team.

2005

Unser erster farbiger Familienkatalog erscheint. Bella Travella präsentiert zahlreiche spannende Familienreisen. Das Aktivcenter Stömne erhält mit Wanderwoche, Radwoche und Seekajakwoche gleich drei neue Bausteine. Ähnlich speziell sind die Canadierkurse mit Heinz Götze und das neue Konzept der Wildwasser-Kurse in Idre. Wir erinnern uns an unsere Wurzeln und paddeln wieder auf der Loire. Im Münsterland lassen sich derweil die Helden an Odins Tafel nieder. Mit Bike&Bus geben wir individuellen Radlern eine Mitfahrgelegenheit in unseren Reisebussen. Die Schneeschuh-Hüttenwanderung ist neu im Winterkatalog.

2006

Der Gipfelstürmer und die Bärenrunde unterstreichen unsere Kompetenz im Schneeschuhwandern. Viele neue Reisen für Erwachsene, Familien und Jugendliche lassen den Sommerkatalog auf 108 Seiten anwachsen. Die Schlauchcanadiertour „Wellenritt“ kommt gut an. Ein unabhängiger Prüfer bestätigt, dass wir das Gütesiegel der BKT verdient haben. Sören beginnt seine Ausbildung.

2007

Das Winterprogramm hat nun 48 Seiten. Skitouren und ein Winter-Outdoorkurs in Schweden gehören zu den spektakulären Neuheiten. Solberget, unter neuer Leitung und mit neuem Programm, taucht wieder auf. In Stömne bietet unser Haus-Fotograf Thomas Rathay Outdoor-Foto-Kurse an. Die Pilotreise nach Quebec wird ein voller Erfolg. Wir werden Partner von DIE-ZEIT-REISEN, für die wir das Abenteuer im Norden organisieren. Doreen nimmt ein duales Studium auf. Uwe, Tom-Tom und Juliane stoßen zu uns.

2008

Zahlreiche neue Reisen in den Kern-Destinationen Schweden und Frankreich. Im März erhalten wir zum dritten Mal die Goldene Palme. Der Kindertraum Loire belegt den ersten Platz bei den Eltern-Kind-Reisen. Unser Engagement in Skandinavien wird ebenfalls zum dritten Mal durch den Scandinavian Travel Award honoriert.

2009

Unser Auszubildender Sören besteht die mündliche Prüfung mit „sehr gut“. Klaus Töpfer, der ehemalige Bundesumweltminister, überreicht in Berlin das CSR-Tourism-Zertifikat. Wibke qualifiziert sich zur CSR-Managerin. Unsere schwedische Incoming-Agentur Welcome Scandinavia übernimmt die Ferienhausanlage Gammelbyn. Erstmals organisieren wir als Kooperationspartner zwei Reisen in WWF-Projektregionen.