
Rogen - Röa - Femund
| Gruppenreisen Schweden - Rogen-Röa-Femund
Zwei Wochen lang per Kanu durch die pure Wildnis vom Rogen- zum Femundsee, von Schweden nach Norwegen. Diese Tour mit Expeditionscharakter erfordert Teamgeist, Toleranz, Improvisationsfähigkeit und körperliche Fitness. Um die Strecke zu bewältigen, müssen wir Portagen in Kauf nehmen, da bspw. einige Stromschnellen mit den Canadiern nicht befahrbar sind. Diese Mühen werden aber von einer intakten und atemberaubenden Natur reichlich entschädigt.
Vorbereitung Nach der Ankunft in unserem schwedischen Basiscamp in Idre, legen wir zunächst einen Trainingstag mit Übernachtung auf dem Fluss Österdalälven ein. Hierbei wird die Ausrüstung überprüft, so dass wir während der Tour keine "bösen Überraschungen" erleben. Am nächsten Tag brechen wir per Kleinbus zum Rogensee auf. Ein Besuch im "Wildnisladen" des Rogengebietes gehört zum Pflichtprogramm vor dem Start. Hier erhält die Gruppe anschauliche Informationen über Verhaltensregeln sowie Fauna und Flora in der Region. Für wen geeignet Die Teilnehmer sollten körperlich belastbar sein. Outdoor- und Kanuerfahrung ist vorteilhaft. Die Tagesetappen orientieren sich an den Bedingungen. Manchmal schafft man nur wenige Kilometer am Tag. Unterwegs finden sich einige Hütten, aber zum überwiegenden Teil wird gezeltet.
Rogen / Femund Die Landschaft der Naturschutzgebiete Rogen und Femund wird durch niedrige Gebirge und blockige Moränenrücken charakterisiert. Die uralten, von Flechten überwachsenen, Kiefern fallen besonders ins Auge. Neben unzähligen Fischen und Vögeln, treiben sich hier auch Biber, Elche, Rentiere, Vielfraße, Bären, Luchse und sogar Moschusochsen herum. Der abenteuerlichste Abschnitt erwartet uns auf dem Fluss Röa, der die beiden Seen auf norwegischer und schwedischer Seite verbindet. Insgesamt müssen wir ein Gefälle von 95 Höhenmetern, was unfahrbare Wasserfälle und Stromschnellen einschließt, überwinden. Es drohen Baumhindernisse, Felsen und seichte Stellen. Wir haben aber auch genügend Zeit zum Ausruhen und für Exkursionen zu Fuß einkalkuliert.
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Leistungen
TeilnehmerInnen
Zusätzliche Leistungen
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Generelle Hinweise
Reisebericht ... unseres Tourenbegleiters Dieter Rüter, der 1996 eine der ersten Touren mit all seiner Erfahrung begleitet hat. Und auch viele Jahre später hat diese Reise nichts von ihrer Faszination verloren. Eine absolute Wildnistour mit Kanada-Charakter, für die man Europa nicht verlassen muss. "... Freitag, 26.07.96: Es fängt an zu regnen und wir sind froh, unter Dach zu sein. Machen Holz, Feuer im Ofen und trinken Kakao. Jede Menge Mücken und Knotts in der Hütte, aber sie stechen wohl erst heute Abend. Für ca. 8-12 Leute ist Platz. Hendrik probiert die Trompete, Carsten versucht, die Gitarre zu reparieren, Holger kocht und Micha trocknet seine Klamotten. Heute 4 km gefahren, von 11 bis 19 Uhr, aber auch viel getrödelt. Von Olympia kriegen wir nichts mit, das läuft genau in den 2 Wochen, die wir unterwegs sind. Wir trinken Carstens Famous-Grouse-Whiskey, in mikroskopisch kleinen Schlücken. Samstag, 27.07.96: Eine Woche unterwegs ... Der Ofen bullert mit recht nassem Birkenholz, 10 Uhr kommt langsam Bewegung in die Masse. Um 12 Uhr geht es los. Wir entscheiden, den Schwall direkt hinter der Hütte zu fahren, allerdings nicht zu zweit im Boot, sondern alleine, um das Gewicht nicht vorne zu haben. Carsten fährt zuerst, gesichert von 2 Mann mit Wurfsäcken ... Nach 200 m geht es mit der ersten Portage los. Wir brauchen 3 Std. dafür. Weiter über einen kleinen See und wieder eine Doppelportage, dazwischen 100 m fahrbar. Dabei kippen Micha und ich beinahe um. Und wieder ein kleiner See, eine Schnelle und noch eine, alle fahrbar und rechts taucht die zweite norwegische Hütte auf. Alle Schnellen werden vorab auf Fahrbarkeit geprüft und die Route festgelegt. Alle sind inzwischen recht sicher im Steuern... Nach der 2. Portage lauter abgenagte Bäume, Biber sind am Werk. Erstaunlich, die großen Holzsplitter. Die Hütte begrüßt uns mit Sonne. Baden aller im kalten See, Holz sägen, Spaghetti mit Horrorsoße. Ich mache Brot und es geht ganz toll, endlich mal nach Rezept. Mit Essen machen und Brötchenbacken geht alles recht lange und nach einem heißen Tee mit "Desinfektionsmittel", das wir enorm rationieren müssen, fallen wir um 24.00 Uhr in die Falle. Total wieder 4 km geschafft! Sonntag, 28.07.96: 9 Uhr und alles schnarcht noch, draußen kalt, Wolken von NW. Mache Feuer, die gewaschenen Sachen sind nicht getrocknet. Wir haben 4 km See vor uns und dann wieder Portagen. Buschburger: Selbstgebackenes Brot, Margarine, hauchdünn geschnittene Salami, Käse, Marmelade, dazwischen ein Stück Gurke. Langes Frühstück, windig, steigendes Baro. 12 Uhr setzen wir ein. Carsten und Holger setzen Angeln aus. Micha fährt den Einer. Es geht über den oberen und unteren Roasten. Kleine Brücke taucht auf. Hier geht der Kungsleden wieder rüber, darunter großer Schwall mit Walze und Steinen am Ende. Entscheiden, nach einer Stunde Rätseln, umzutragen. Holger und ich versuchen es dann im leeren Boot doch noch und kippen glatt um, sehen unsere 2 Paddel verschwinden. Wir finden sie im Kehrwasser wieder ... Insgesamt war es eine einzigartige Tour. Alle halfen, keiner setzte sich ab - tolle Truppe! Jeder hat nach seinen Kräften dazu beigetragen, dass die zwei Wochen ein Erfolg wurden, und dafür danke ich allen Aufrechten! |
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